Schuleigenes Ernährungskonzept – oder: was uns wichtig ist!

Ausgangssituation Alfred-Delp-Schule Froschhausen:

Bei uns in Froschhausen sah und sieht es mit der gesunden Ernährung gar nicht so schlecht aus:

  • Viele Familien wohnen in einem Haus mit Garten oder haben Großeltern vor Ort, die einen Gemüse- und Obstgarten besitzen, so dass die Kinder häufig Gelegenheit haben, Pflanzen wachsen und reifen zu sehen und frische Nahrungsmittel zu ernten.
  • Schon der Kindergarten in Froschhausen achtet auf Wasser als Getränk und vollwertiges Frühstück.
  • Die Eltern sind engagiert und helfen gerne bei Kochaktionen in der Schule.
  • Die meisten Lehrkräfte unserer Schule ernähren sich sehr gesundheitsbewusst, einige wählen auch weitgehend biologisch erzeugte Lebensmittel und können den Kindern damit ein Vorbild sein. Und keiner raucht!

Und dennoch…

  • Viele Familien wohnen in einem Haus mit Garten oder haben Großeltern vor Ort, die einen Gemüse- und Obstgarten besitzen, so dass die Kinder häufig Gelegenheit haben, Pflanzen wachsen und reifen zu sehen und frische Nahrungsmittel zu ernten.In der Schule war das Hauptgetränk der Kinder vor der Einführung unseres „Wassergebots“ Saftschorle, als sehr gesund sowie vitamin- und mineralstoffhaltig bekannt, gerne konsumiert in „Nuckelflaschen“, an denen aus Langeweile, als „Übersprunghandlung“ bei Anstrengung und weil es gut schmeckt gerne öfter und über den Durst hinaus gesaugt wurde.
  • Die Kinder mögen Obst, aber lieber noch mögen sie kleine „Belohnerli“ wie Gummibärchen, Müslischnitten, Milchschnitten oder Kinderriegel in der Brotbox als kleine Zugabe zum notwendigen Brot.
  • Manche Kinder kennen Obst- und Gemüsesorten nicht mit Namen und wissen weder, wie sie wachsen, wo sie herkommen und wann deren Erntezeit ist.
  • Die meisten Kinder essen lieber Brotsorten aus hellem Mehl oder Toastbrot als Vollkornprodukte. Einige Kinder bestehen darauf, dass der Rand des belegten Brotes abgeschnitten wird.
  • Es gibt eine ganze Menge Kinder, die übergewichtig sind.
  • Es gibt eine ganze Menge Kinder, die sehr unkonzentriert und unruhig sind, nicht in der Lage, eine gewisse Zeit still auf ihrem Platz zu arbeiten. Dieses Phänomen wird von Wissenschaftlern falscher Ernährungsweise (z.B. Unterzuckerung) und verschiedenen Zusatzstoffen (z.B. Phosphate) in der Nahrung zugeschrieben.
  • Eine ganze Menge Kinder leiden unter Allergien.
  • Einige wenige Kinder essen wochenlang das Gleiche zum Pausenfrühstück: ein Schoko-Croissant oder ein Donut vom Bäcker.
  • Die Kinder sind „anfällig“ für Werbung, Paula-Pudding geht besser als Naturjoghurt mit kleingeschnittenem Obst.
  • Viele Eltern sind sich nicht bewusst, wie viel Zucker in einer Müslischnitte, in einer Schüssel (Vollkorn-)Cornflakes oder in einem Fruchtzwerg stecken und verfallen dem Irrglauben, ihr Kind mit Vollkorn- und Milchprodukten gesund zu ernähren.
  • Die meisten Eltern haben bisher nichts von einem möglichen Zusammenhang zwischen nicht abgelegtem Saugreflex, „Dauernuckeln“, Kieferfehlstellungen und gestörten Lernleistungen gehört. Die selbst befüllten Sigg-Flaschen und die käuflichen Fruchtsaftschorlen gelten als optimales Getränk für unterwegs.
  • Den meisten Eltern ist nicht bewusst, dass Obst vor allem dann gesund ist, wenn man es gut kauen muss. Ganze Äpfel sind wesentlich gesünder als Apfelmus oder Smoothies.
  • Durch die Berufstätigkeit der Eltern und die Abwesenheit einer Oma erleben viele Kinder nicht mehr das gemeinsame Kochen und Essen.

Vor allem durch die Fortbildung zum „zuckerfreien Vormittag“ und durch die Zusammenarbeit mit und die Veranstaltungen des jugendzahnärztlichen Dienstes in den Klassen haben Lehrkräfte viel dazugelernt.

Unser Unterricht zum Thema „gesunde Ernährung” folgt folgenden Grundsätzen:

  • Essen und Trinken muss gesund und schmackhaft sein!
  • Gesunde Ernährungsweise darf nicht als Dauerverzicht auf leckere Lebensmittel erlebt werden, sondern muss als freudvolle und leistbare Entscheidung und Lebensform nahegebracht werden.
  • Unterricht zum Thema „Gesunde Ernährung, zuckerfreier Vormittag, …“ darf nicht vorschreiben, sondern vertraut auf das Forscherinteresse der Kinder. Er lässt sie experimentieren, Erfahrungen und Aha-Effekte sammeln und klärt Zusammenhänge sachlich auf.
  • Anpflanzen, ernten oder einkaufen, zubereiten und essen muss Spaß machen!
  • Essen muss hygienisch zubereitet und appetitlich präsentiert werden.
  • Ernährungsunterricht findet nicht isoliert eine Stunde im Sachunterricht statt, sondern ist Teil des Schullebens und anderer Fächer und Themen.
  • Essen lebt von der Gemeinschaft. Gemeinsames Essen in der Klasse, in der Schule, in der Mittagsbetreuung ist Bestandteil der Schulgemeinde.
  • Essen ist auch etwas sehr Persönliches. Persönliche Vorlieben und Rituale, die eigene Körperlichkeit – zu dick oder zu dünn sein – behandeln wir mit Respekt.
  • Ernährungserziehung wirkt nachhaltig: intensiv, dauerhaft umfassend.

Die Kinder können auf dem Weg zu einem gesundheits- und ernährungsbewussten Menschen folgende Kompetenzen erwerben:

  • Signale des Körpers wahrnehmen, deuten und beachten
  • Nahrungsmittel zubereiten und kochen lernen
  • Freude an gemeinsamen Aktivitäten rund um’s Essen entwickeln (Lust, gemeinsam zu kochen, für andere zu kochen und sie einzuladen, gemeinsam zu essen und zu feiern..)
  • Gesunde Nahrungsmittel von ungesunder Ernährung unterscheiden
  • Ökologische Zusammenhänge erfahren und begreifen und in das eigene Handeln integrieren
  • Gesunde Ernährung als Grundnotwendigkeit erfahren, aktiv, fit, gesund und leistungsstark zu bleiben und sich dauerhaft wohl zu fühlen
  • Sich selbst als Gesunderhalter erleben, indem man auf die eigene Lebensweise und die der Umwelt und Mitgeschöpfe achtet
    Manipulationen der Werbung erkennen und kritisch hinterfragen

Kurz: Achtsam und kritisch werden, gesund bleiben,  für sich selbst und andere zukunftsweisend sorgen.

Unser schuleigenes Ernährungskonzept beinhaltet folgende eng miteinander verzahnte Bausteine:

Elternarbeit

Mindestens zum ersten oder zweiten Elternabend der 1.Klasse wird der jugendzahnärztliche Dienst eingeladen, um den Eltern die Grundlagen und Bestandteile des zuckerfreien Vormittags und das richtige Zähneputzen zu erklären. Weitere Themen aus dem Bereich Ernährung können nach Bedarf Inhalte eines Elternabends werden.

Die Planungsgruppe „Gesunde Ernährung“, bestehend aus zwei Lehrkräften und ca. 15 Eltern, arbeitet an neuen, in der Schule umsetzbaren Aktionen und Projekten zum Thema „Gesunde Ernährung“, tut außerschulische Aktivitäten rund ums Essen auf, versteht sich als Multiplikator und Verteiler an die Eltern unserer Schule und sorgt dafür, dass die Projekte und Themen nicht „versanden“, d.h. das Gremium sorgt für Nachhaltigkeit, indem es regelmäßig „anstößt“ und erinnert.

Schulleben und Unterricht

Durch die intensive und regelmäßige Beschäftigung mit gesunder Ernährung und bewusstem Verbraucherverhalten haben wir uns im Kollegium und zusammen mit den Eltern auf bestimmte Themen und Aktionen verständigt, die jedes Jahr für die ganze Schule und/oder die jeweiligen Klassenstufen wiederholt und fester Bestandteil des schuleigenen Ernährungskonzepts werden sollen.

Zuckerfreier Vormittag für alle Kinder und Lehrer:
Wasser oder ungesüßter Tee als Getränk
Brot, Gemüse und Obst, ungesüßte Milchprodukte als Frühstück
Wasser ist in der Schule käuflich in Form von 0,5 l-Flaschen zu erwerben
Im Abstand von 3-4 Monaten laden immer zwei Klassen alle Kinder der Schule zum gemeinsamen gesunden Frühstücks-Snack ein.
Im September machen wir selbst Apfelsaft in der Schule, wenn wir genügend Äpfel bekommen oder pflücken können und eine Apfelpresse leihen können.
Folgende inhaltliche Schwerpunkte haben wir für die einzelnen Jahrgangsstufen festgelegt:

Jahrgang Unterrichtsprojekt
Klasse 1 Obst und Gemüse

Zähne

 Klasse 2  Getreide

Zucker

 Klasse 3  Pflege des Kräutergartens

Im Rahmen des Themas „Seligenstadt“ Besuch des Klosterapothekengartens

Wasser

Klasse 4 Ernährungspyramide

Werbung beim Essen

Diese inhaltlichen Vorgaben können jeder Zeit durch aktuelle Anliegen und Angebote ergänzt werden. Gesundes Frühstück ist in allen Klassen Thema und wird immer wieder aufgefrischt, ergänzt und erinnert.

Bei Schulfesten probieren wir alternative Essen und Getränke  anzubieten, statt Leberkäsbrötchen z.B. eine Kartoffelsuppe, statt Weihnachtsplätzchen mit hellem Mehl solche mit Vollkorn und Honig, selbstgebacken von den Kindern.

Exkursionen/Ausflüge zu und Einladung von „Essensexperten“

Folgende Ausflüge konnten bisher in Froschhausen und Umgebung wahrgenommen werden:

Besuch beim Bäcker Meyer in Seligenstadt, beim Bienenzüchterverein in Seligenstadt, beim Bauern Neuwirt, Einladung eines Caterers und „besonderes, vegetarisches Kochen“, regelmäßige Einladung von Frau Pichura zu den  Themen „Selbst Müsli quetschen und natürlich herstellen“, „Farbe ist trügerisch – ein Joghurtversuch“, Zuckertests, Zucker in Getränken, Zuckerausstellung

Gemeinsame Frühstückspause in der Klasse – Wasser-Trinken ist wichtig

Alle Kinder essen ihr Pausenbrot im Klassensaal gemeinsam. Sie haben dafür 10 Minuten Zeit. Wir halten die Kinder in dieser Zeit dazu an, nicht zu toben und auf ihren Plätzen zu bleiben, damit sie erstens in dieser begrenzten Zeit fertig werden und ihr Frühstück bewusst wahrnehmen und kauen. Nach Rücksprache mit den Eltern, dürfen Kinder auch bei anderen kosten, Lebensmittel tauschen und weitergeben, wenn sie satt sind. Es wird nach Möglichkeit nichts weggeworfen. Mit Kindern gemeinsam schreiben wir gelegentlich auch mal für die Eltern auf, was in die Frühstücksbox hinein soll, was schmeckt und gesund ist. Wassertrinken während des Unterrichts ist erlaubt und wichtig,  Dauernuckeln  nicht. Wir achten auf gesundes Trinkverhalten und greifen darauf auch korrigierend ein.

Expertenwissen nutzen – Fortbildungen und Einladung außerschulischer Gesundheitseinrichtungen

Fortbildungen zum Thema „Gesunde Ernährung“ werden nur wenig angeboten, sind aber gewünscht, vor allem in Zusammenarbeit mit Eltern. Die Inhalte der Fortbildung zum zuckerfreien Vormittag Anfang 2012 konnten allen Kollegen sehr „schmackhaft“ gemacht werden. Die Idee wurde in wenigen Monaten umgesetzt.

Zusammenarbeit mit der Betreuung

Der Mittagstisch und der Nachmittagssnack sind zentraler Bestandteil schulischer Ernährung. Das von einer Seligenstädter Metzgerei gelieferte Essen ist sehr abwechslungsreich und die Mitarbeiter der Betreuung achten auf Ausgewogenheit und geben Vorlieben und Wünsche direkt an den Lieferer weiter. Im Zuge unserer gesteigerten Aufmerksamkeit auf gesunde Nahrungsmittel wurde der Nachmittagssnack verändert, weniger Süßes, mehr Obst, selbstgemachte Quarks, Vollkornprodukte, Milk-Shakes… . Hier hat die Elternschaft intensiv mitgeholfen. Nach dem süßen gemeinsamen Frühstück in der Ferienbetreuung (für die meisten Kinder das erste Frühstück des Tages) müssen die Zähne geputzt werden. In den Ferien selbst werden jede Menge Projekte zum Thema Ernährung durchgeführt.

Was wir uns noch wünschen und woran wir künftig arbeiten möchten:

Eine Schulküche, in der regelmäßig mit Kindern gekocht und gebacken werden kann, sich vielleicht eine Koch-AG oder eine reguläre Unterrichtsstunde zum Kochen im Rahmen eines Ernährungsführerscheins etablieren kann. Noch ist es sehr umständlich und unhygienisch, mit einer Klasse zu kochen. Auf Tische, auf denen am Tag zuvor noch gemalt und gebastelt wurde, müssen mehrere Kochplatten (Leihgaben der Eltern, kein Besitz der Schule) mit Verlängerungskabeln, über die man auch stolpern kann, aufgestellt werden, 20 Kinder teilen sich ein Waschbecken mit Kaltwasser für Händewaschen und Gemüseputzen, Kochgeräte und Geschirr muss stets von zuhause mitgebracht werden… .

Eine Familie half uns beim Weihnachtsbacken und Kochen für den Tag der Nachhaltigkeit gut aus, weil sie uns eine komplette Ausstattung  für Catering mit dem Kleinbus anfahren konnte. Auf diesen Service können wir nicht jahrelang zurückgreifen.
Weitere Exkursionen zu „Nahrungsmittelbetrieben“ (Metzger, Landwirte, …)
Noch mehr Interesse und Verständnis für „biologische Erzeugung“ von Nahrungsmitteln. Immer noch ist es vielen Menschen egal, wie ihre Nahrungsmittel entstehen, und wo sie herkommen. Oft wird auf den Preis geachtet. Das Vertrauen in das Qualitätssiegel „Bio“ ist gelegentlich getrübt.
Mehr Fortbildungen zum Thema „Gesunde Ernährung“ für Lehrkräfte und interessierte Eltern (Gemeinschaftsveranstaltungen): „Experimente mit Essen“, „Essenskunst“, „Nährstoff-Lehre für Anfänger“. Es fehlen Fortbildungen zu „heiklen“ Themen der Ernährungserziehung: Wie geht man mit dem Thema „Übergewicht/Adipositas bei Kindern“ um?
Utopischer Wunsch: für die Betreuungskinder einen eigenen Schulkoch/eine eigene Schulköchin, den/die man beim Kochen erlebt, mit dem/der man sich im Sinne gesunder Ernährung, saisonaler und biologisch erzeugter Nahrungsmittel austauschen kann
Noch ein utopischer Wunsch: Kühlschränke in Klassenzimmern oder auf Fluren oder Trinkbrunnen, so dass Getränke bei 25 – 35 Grad Außentemperatur nicht „lau“ konsumiert werden müssen und noch erfrischend schmecken.

Die gegenwärtige Situation und Sorge der Schule:

Zum jetzigen Zeitpunkt vermissen wir stärker als zuvor eine Schulküche, in der die Kinder gemeinsam Nahrungsmittel zubereiten und verzehren können.
Ernährungs- und Gesundheitserziehung ist schon immer Bestandteil des Lehrplans der Grundschule und ein wichtiges Anliegen unserer Schule. Kinder sollen mit dem Bewusstsein groß werden, dass sie selbst durch Kenntnis, Auswahl und Zubereitung von Nahrungsmitteln etwas für ihre Gesundheit (und die Gesundheit anderer und der Erde) tun können, dass sie mitverantwortlich dafür sind, dass sie gesund, leistungsfähig und zufrieden bleiben. In jedem Jahrgang ist Ernährung, Nahrungsherstellung und
-verarbeitung, Konsumverhalten, Landwirtschaft ein Thema. Ein Thema, bei dem auch immer gemeinsam geerntet, eingekauft und gekocht wird (oder werden müsste, wenn es die Möglichkeiten der Schule erlauben würden). In der 1. Klasse beschäftigen sich die Kinder  mit dem gesunden Schulfrühstück, dem richtigen Zähneputzen, verschiedenen Obst- und Gemüsesorten. Im 2. Schuljahr besucht man einen Bauernhof, lernt die verschiedenen Getreidesorten und Milchprodukte kennen und möchte sie gerne auch gemeinsam verarbeiten und probieren. Im 3. und 4. Schuljahr lernen die Kinder etwas über Verdauung, über Nährstoffe und die Ernährungspyramide und sollen zu mündigen, durchaus kritischen Konsumenten erzogen werden, was Werbung und Einkauf betrifft. Auch das gelingt nur, wenn die Kinder Nahrungszubereitung bewusst erleben und erfahren können.

Bisher gelang der Versuch, mit Kindern gemeinsam zu kochen, nur halbherzig oder gar nicht, da uns Raum und Ausstattung fehlen. Kochen – besser formuliert: kleinere, einfache Nahrungsmittelzubereitung –  im Klassensaal scheitert daran, dass es eine immense Vor- und Nachbereitung erfordert. Utensilien müssen von zuhause mitgebracht, Tische und Stühle um- und leer geräumt werden. Das Arbeiten an Schultischen zwischen Arbeitsblättern und Tafelstaub ist manchmal unappetitlich und unhygienisch. Die Klassensäle sind nur mit jeweils einem Handwaschbecken ausgestattet. Zum Spülen müssen Kinder in die Toilette gehen oder Lehrer müssen im Lehrerzimmer die Spülmaschine benutzen. Geschirr muss also treppauf, treppab durch das ganze Schulhaus geschleppt werden. Die im Besitz der Schule befindliche doppelte Kochplatte kann nicht  20 Kinder beschäftigen, Backofen und Kühlschrank sind nicht vorhanden.

Wer die Kinder beim Kochen beobachtet, erkennt, mit wie viel Begeisterung und Konzentration sie bei der Sache sind. Sie sind stolz, aus Grundnahrungsmitteln interessante, leckere Gerichte zu zaubern, für andere zu kochen, sie als Gäste bewirten zu können und zu sehen, dass es ihnen schmeckt. Vielleicht, weil ein Teil der Kinder im Zeitalter der Fertigprodukte und Mikrowelle, dem Schnellimbiss und dem isolierten Essen vor dem Fernseher das Langsame, Soziale und Sinnliche gar nicht mehr erlebt.

Deshalb wünschen sich die Kinder, Eltern und Kollegen der Alfred-Delp-Schule eine Schulküche.