Methodencurriculum der Alfred-Delp-Schule

„PISA und TIMSS haben es an den Tag gebracht: In den deutschen Klassenzimmern wird nicht besonders effektiv gearbeitet und gelernt. Die SchülerInnen vergessen schnell und können zu wenig. Das beginnt beim verständnisvollen Lesen und reicht über das Auswerten und Anwenden von Informationen bis hin zum eigenständigen Denken und Lösen von Problemen…. Hinzu kommen die seit Jahr und Tag bekannten Defizite in den Bereichen Kommunikationsfähigkeit, Präsentationsfähigkeit und Teamkompetenz. Schlüsselqualifikationen dieser Art (..) werden in unseren Schulen offenbar nicht konsequent genug gefordert und gefördert….. das Einüben elementarer Lern-, Arbeits-, Kommunikations-, Präsentations- und Kooperationsmethoden muss bereits in der Vor- und Grundschulphase möglichst konsequent beginnen und verfolgt werden.“ (Klippert, Methodenlernen in der Grundschule, 2003, S. 11)

Der Anlass für ein Methodenkonzept oder: Warum soll man das Lernen lernen?

Das multimedial verbreitete, komplexe und vielschichtige, teils widersprüchliche Weltwissen, mit dem unsere Kinder heutzutage schon frühzeitig konfrontiert werden und mit dem sie in ihrer Welt auch als Erwachsene klarkommen müssen, kann nicht mehr gleichschrittig von einem Lehrer frontal vorgetragen, dabei immer weiter an Menge zunehmen und von Kindern im schlimmsten Fall unverstanden auswendig gelernt werden. Kinder und Erwachsene müssen heute mehr als früher entscheiden, was wichtig und richtig ist, müssen aus der Fülle auswählen und ausdünnen, was brauchbar ist, müssen wissen, wo man welche Informationen findet und wie man sie am besten speichert – im Kopf und nicht nur im Computer..

Jahrzehnte lange Lernforschung kommt zu dem Ergebnis, dass nachhaltiges Lernen – also ein Lernen, bei dem Inhalte wirklich „begriffen“ werden, dauerhaft zur Verfügung stehen, im richtigen Moment zur Anwendung kommen können und wollen und für weitere Zusammenhänge ausbaufähig bereit liegen – nur dann gelingt, wenn es eigenaktiv, zum richtigen Zeitpunkt, motiviert gestartet, vom Lernenden selbst gesucht, gewollt, mit vielen Sinnen verarbeitet und individuell strukturiert und konstruiert wird. Lernen ist somit ein individueller, Sinn stiftender, aktiv aneignender Prozess …… und für diesen ist der Lerner selbst verantwortlich. ….Sofern er das Handwerkszeug dazu besitzt bzw. das Lernen gelernt hat.
So gesehen ist die Öffnung des Unterrichts hin zu einem breit gefächerten und differenzierten Lernangebot, aus dem die Kinder ihren Fähigkeiten und Wissensgrundlagen gemäß auswählen können, was, wie und wie viel sie lernen möchten, aus alledem die geeignete Konsequenz. Mit einem geöffneten und differenzierten Lernangebot gelingt es, die unterschiedlichen Kinder einer Klasse gleichzeitig zu fordern und zu fördern.

Gelingendes individualisiertes, eigenverantwortliches Lernen ist allerdings nur dann gewährleistet, wenn die Kinder auch in die Lage versetzt werden, sich Wissen und Können selbstständig und „alleine“ anzueignen. Falsch verstandener offener Unterricht versäumt es, den Kindern Handwerkszeug mitzugeben, wie sie erfolgreich lernen und sich weiterentwickeln können. Er lässt die Kinder mit komplexen Aufgabenstellungen allein. Das stört nicht nur die Lernentwicklung des einzelnen Kindes, sondern auch den gesamten Unterrichtsablauf in der Gemeinschaft.

Das multimedial verbreitete, komplexe und vielschichtige, teils widersprüchliche Weltwissen, mit dem unsere Kinder heutzutage schon frühzeitig konfrontiert werden und mit dem sie in ihrer Welt auch als Erwachsene klarkommen müssen, kann nicht mehr gleichschrittig von einem Lehrer frontal vorgetragen, dabei immer weiter an Menge zunehmen und von Kindern im schlimmsten Fall unverstanden auswendig gelernt werden. Kinder und Erwachsene müssen heute mehr als früher entscheiden, was wichtig und richtig ist, müssen aus der Fülle auswählen und ausdünnen, was brauchbar ist, müssen wissen, wo man welche Informationen findet und wie man sie am besten speichert – im Kopf und nicht nur im Computer..

Jahrzehnte lange Lernforschung kommt zu dem Ergebnis, dass nachhaltiges Lernen – also ein Lernen, bei dem Inhalte wirklich „begriffen“ werden, dauerhaft zur Verfügung stehen, im richtigen Moment zur Anwendung kommen können und wollen und für weitere Zusammenhänge ausbaufähig bereit liegen – nur dann gelingt, wenn es eigenaktiv, zum richtigen Zeitpunkt, motiviert gestartet, vom Lernenden selbst gesucht, gewollt, mit vielen Sinnen verarbeitet und individuell strukturiert und konstruiert wird. Lernen ist somit ein individueller, Sinn stiftender, aktiv aneignender Prozess …… und für diesen ist der Lerner selbst verantwortlich. ….Sofern er das Handwerkszeug dazu besitzt bzw. das Lernen gelernt hat.
So gesehen ist die Öffnung des Unterrichts hin zu einem breit gefächerten und differenzierten Lernangebot, aus dem die Kinder ihren Fähigkeiten und Wissensgrundlagen gemäß auswählen können, was, wie und wie viel sie lernen möchten, aus alledem die geeignete Konsequenz. Mit einem geöffneten und differenzierten Lernangebot gelingt es, die unterschiedlichen Kinder einer Klasse gleichzeitig zu fordern und zu fördern.

Gelingendes individualisiertes, eigenverantwortliches Lernen ist allerdings nur dann gewährleistet, wenn die Kinder auch in die Lage versetzt werden, sich Wissen und Können selbstständig und „alleine“ anzueignen. Falsch verstandener offener Unterricht versäumt es, den Kindern Handwerkszeug mitzugeben, wie sie erfolgreich lernen und sich weiterentwickeln können. Er lässt die Kinder mit komplexen Aufgabenstellungen allein. Das stört nicht nur die Lernentwicklung des einzelnen Kindes, sondern auch den gesamten Unterrichtsablauf in der Gemeinschaft.

Methodentage und Methodenlernen im Unterricht – Methode als Unterrichtsthema und Methode als Unterrichtsmittel

Methodenlernen ist selbstverständlich nicht Selbstzweck, sondern Methode braucht immer Inhalte, um daran wirksam zu werden.

An unseren zweimal im Jahr stattfindenden Methodentagen – meist 2-3 Tage nach den Herbst- und nach den Osterferien – werden die verschiedenen Lern- und Arbeitsstrategien allerdings losgelöst vom regulären Unterricht um ihrer selbst Willen trainiert. Die Methode ist in diesen Tagen sozusagen nicht Mittel zum Verarbeiten eines Inhalts, sondern sie wird selbst zum Thema / zum Lerninhalt gemacht und mit der Klasse geübt und reflektiert.

Diese an den Methodentagen von den Kindern erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse werden im Alltag im Zusammenhang mit verschiedenen Lerninhalten und im Rahmen unterschiedlicher Fächer geübt und vertieft. Im regulären Unterricht ist die Methode ein Medium, um Inhalte zu transportieren und zu vermitteln und um bestimmte Lernziele zu erreichen
Damit der sukzessive und kontinuierliche Aufbau eines Methodenrepertoires gewährleistet ist, arbeiten die KollegInnen der ADS eng zusammen und haben verbindliche Absprachen darüber getroffen, welche Lerninhalte im Rahmen des Methodentrainings in den jeweiligen Jahrgängen bearbeitet werden (s. tabellarische Übersicht: Der nachfolgenden Tabelle kann man entnehmen, welche Lern-, kommunikations- und Arbeitstechniken in welcher Jahrgangsstufe verbindlich eingeführt und geübt werden.)Wir haben uns des Weiteren darauf verständigt, dass die einzelnen Strategien von Jahrgang zu Jahrgang wiederholt, vertieft und erweitert werden.

So ist sichergestellt, dass der Lehrer des Folgejahrgangs auf bestimmte Arbeitsformen, Lern- und Kommunikationstechniken zurückgreifen kann. Schülern wird dadurch ein schrittweiser Auf- und Ausbau der persönlichen Methoden- und Kommunikationskompetenz ermöglicht, so dass davon auszugehen ist, dass sie beim selbstständigen Arbeiten seltener überfordert und orientierungslos sind.

Sämtliche Methodentage werden in Jahrgangsordnern dokumentiert und evaluiert, so dass die Kollegen auf gelungene Unterrichtssequenzen und das dazugehörige Material jederzeit zurückgreifen können.

Tabelle Lern- und Arbeitstechniken Tabelle Kommunikation und Lernformen